Die treibende Motivation zu meinen Filmen ist mein generelles Interesse an Menschen. Sozialengagierte Dokumentarfilme entstehen mit der Absicht, jenen Menschen eine Stimme und ein Gesicht zu geben, die sonst kaum gehört werden. Porträt-Filme sind Personen gewidmet, die durch ihre Originalität oder ihre bemerkenswerte Lebenshaltung mein Interesse wecken.

Zum Erreichen von Authenzitität filme ich so unauffällig wie möglich im Stil des Beobachtenden Dokumentarfilms (Direct Cinema) mit gewissen Elementen des Cinéma vérité: Keine Inszenierung, keine Wiederholungen, kein Einmischen in den Ablauf, kein Off-Kommentar, nur die ProtagonistInnen kommen zu Wort. Kein Kunstlicht, nur Nutzung des vorhandenen Lichts. Ich filme ohne  Drehbuch (die Struktur des Films entsteht beim Editieren), aber mit einem klar definierten Aussagewunsch. Es gibt bei mir keine vordefinierten Muss-Bilder und –Töne, sondern ich zeichne auf, was mir gegeben wird.

Das Interesse für Personen und ihre Geschichten, ihre Arbeit und ihre Probleme steht an erster Stelle. An die Stelle eines ehrgeizigen Bilderhungers tritt das Abwarten: Statt gierig nach schönen Bildern und dem optimalen Kamera-Standort zu suchen, suche ich die Nähe zu den ProtagonistInnen, sitze mit ihnen zusammen, fühle mich mit Gesprächen in ihre Situation ein, und nehme erst danach Kamera und Tonausrüstung hervor. Das Arbeiten mit einer ziemlich unauffälligen, beweglichen Ausrüstung und in der Regel mit der Handkamera im Ein-Mann-Team sind dabei optimale Bedingungen. Die Verwendung der HD-(High Definition-) Technologie für Aufnahme und Postproduktion gewährleistet bestmögliche technische Qualität.